Diagnostik

Darmkrebs gilt landläufig als heimtückische Erkrankung, weil sie häufig zu spät erkannt wird. Das liegt in der Tatsache begründet, dass sie in den frühen Stadien keine oder kaum Symptome zeigt. Reizdarmerscheinungen (Durchfall und Verstopfung in schnellem Wechsel), Bauchschmerzen oder Blut im Stuhl sind Warnzeichen des Körpers, die auf eine bereits länger bestehende Darmkrebserkrankung hinweisen können.

  

Moderne Diagnoseverfahren bieten die Möglichkeit, den Darmkrebs in sehr frühen Stadien zu erkennen. 

 

Dickdarmspiegelung

Die so genannte Koloskopie erfolgt mithilfe eines Spezial-Endoskops, einem biegsamen Gerät, an dessen Ende sich eine kleine Kamera befindet. Der biegsame, schlauchartige Teil des Endoskops wird in den After eingeführt und weiter über den Mastdarm in den Dickdarm geschoben.Durch das gleichzeitige Einblasen von Luft entfaltet sich der Dickdarm und ist so für den Arzt besser einsehbar.

 

Findet er bei der Betrachtung des Dickdarms Auffälligkeiten, wie Polypen o. ä., kann er diese schonend entfernen. Weist ein Polyp bösartig veränderte Zellen auf, sind diese jedoch nicht bis zum Stiel vorgedrungen, ist eine Operation nicht mehr notwendig.

 

Zur Vorbereitung auf die Koloskopie ist es wichtig, den Darm zu entleeren. Dafür bekommen Sie

entsprechende Abführmittel oder Einläufe verabreicht.

 

Weitergehende Informationen zur Vorbereitung auf eine Koloskopie finden Sie hier.

 

Bei Beschwerden, Polypenabtragungen und zur Nachsorge bietet die Medizinische Klinik B der Ruppiner Kliniken ambulante Koloskopien an.

  

Sonographie

Die Ultraschalluntersuchung des Oberbauches (Leber, Niere etc.) hilft dem diagnostizierenden Arzt, sich ein Gesamtbild über die körperliche Verfassung des Patienten zu machen.

 

Rektale Endosonographie (nur bei Rektumkarzinom)

Die rektale Endosonographie hilft dem behandelden Arzt bei der Beurteilung der Turmorausdehnung und lässt erkennen, ob evtl. Lympgknoten vergrößert sind. Diese Befunde bestimmen maßgeblich den weiteren Verlauf der Therapie, so z. B. ob vor einer Operation eine Radiochemotherapie durchgeführt werden sollte.

 

Kontakt:

Ruppiner Kliniken GmbH

Medizinische Klinik B

Chefarzt: Prof. Dr. Dieter Nürnberg

Fehrbelliner Str. 38

16816 Neuruppin

Tel.: 03391 39-3210
E-Mail: medb@ruppiner-kliniken.de

 

Computertomographie/
Magnetresonanztomographie 

Die bildgebenden Verfahren dienen der Bestimmung der Ausdehnung und genauen Lokalisation des Tumors. Im Darmkrebszentrum Brandenburg-Nordwest steht modernste apparative Ausstattung zur Verfügung. Das Zentrum für bildgebende Diagnostik der Ruppiner Kliniken ist die erste Klinik Brandenburgs, die mit einem 3-Tesla-MRT ausgestattet ist. Dieser Magnetresonanztomograph erlaubt noch präzisere Bilder bei gleichzeitig schnelleren Untersuchungszeiten.

 

Kontakt:

Ruppiner Kliniken GmbH

Zentrum für bildgebende Diagnostik

Chefarzt: Dr. Reimund Parsche

Fehrbelliner Str. 38

16816 Neuruppin

Tel.: 03391 39-4010

E-Mail: radiologie@ruppiner-kliniken.de

 

 

Institut für Pathologie

Den Pathologen kommt bei der Diagnostik von Darmkrebs eine wesentliche Rolle zu. Sie untersuchen das Gewebe, das bei einer Koloskopie abgetragen worden ist. Sie erkennen, ob es sich um eine harmlose Vorstufe des Darmkrebses oder einen Krebsherd handelt.

Zudem analysieren die Pathologen des Darmkrebszentrums Brandenburg-Nordwest den operierten Darmkrebs. Dabei können Sie genau bestimmen, wie tief ein Tumor in die Darmwand eingedrungen ist und ob bereits Metastasen (Tochtergeschwüre) entstanden sind. Ihr Befund erlaubt eine präzise Aussage über das Tumorstadium.

 

Kontakt:

Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH

Institut für Pathologie

Leiter: Dr. Frank Lippek

Fehrbelliner Str. 38

16816 Neuruppin